Immer im Kreis

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„Den Start haben wir gut hinbekommen“, sagt Schwimmmeister Johann Esdorn. Und die wichtigste Erkenntnis: „Die Leute ziehen mit.“ Gemeint sind damit die Hygiene- und Abstandsregeln. Die Aktiven im Freibad müssen einige Vorgaben erfüllen.

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 „Viele Schwimmer kommen gezielt aus Twistringen, Bassum oder Weyhe, um hier ihre Bahnen zu ziehen“, resümierte Esdorn nach etwas mehr als einer Woche. In den drei genannten Orten haben die Freibäder noch nicht geöffnet oder werden in diesem Jahr auch nicht mehr öffnen. Seit dem 25. Mai hat das Wiehe Bad in Bruchhausen-Vilsen geöffnet, als eines von wenigen im Umkreis. Ins Wiehe Bad dürfen pro Slot maximal 150 Personen. Davon dürfen 20 ins Nichtschwimmerbecken.

Am warmen Pfingstwochenende wurde es knapp. „Dann hätten wir die Eingangstür dichtmachen müssen“, so der Schwarmer. Grundlage für die jetzige Öffnung war eine Lockerung durch die Landesregierung und ein lokaler Hygieneplan.

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Die Infotafeln geben Orientierung.

Welche Einschränkungen es beim Schwimmen gibt, habe ich getestet. Vor dem Betreten des Freibades musste ich durch einen Kanal aus Absperrgittern. Auf dem Boden sind gelbe Abstandsmarken aufgezeichnet und der Hinweis, dass man eine Mund-Nase-Bedeckung tragen muss. Dort steht auch ein Bad-Mitarbeiter. „Für die, die das erste Mal hier sind, geben wir Infos und klären auf“, sagt der Schwimmmeister. Weitere Bauzaunelemente im Bad mit Pfeilen und Hinweisen geben eine gute Orientierung.

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Extra Tische zur Ablage von Taschen.

Schnell das T-Shirt und Short ausgezogen sowie die Sporttaschen auf einem der extra aufgebauten Tischen abgestellt. Sie sind ein Ersatz für die gesperrten Sammelkabinen. Dann muss der Sportler entscheiden, welche der drei Bahnen für ihn die passende ist. Ausschlaggebend sind Schwimmstil und Geschwindigkeit. Ich entscheide mich für die mittlere Bahn, also flottes Schwimmen, aber noch weit weg vom Wettkampfschwimmen. Es muss immer rechts, hintereinander im Kreis geschwommen werden. Grundsätzlich funktioniert dies gut. Nur beim Wenden kann es zu Irritationen kommen, wenn nicht klar ist, ob der Vordermann weiterschwimmt oder eine Pause einlegt. Ein kurzer Blickkontakt und bei allen Beteiligten herrscht Klarheit. Nach dem Schwimmen folgt die größte Umstellung: keine warmen Duschen, keine Sammelumkleiden, keine Warmluftduschen (Fön) – stattdessen fix umziehen in einer Einzelkabine, Mund-Nasenbedeckung aufsetzen und durchs Drehtor rausgehen.

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Schwimmen in Zeiten von Corona: Diszipliniert nacheinander und mit Abstand.

Der Badespaß ist zeitlich begrenzt. Nach 2,5 Stunden müssen alle das Bad verlassen. Dann desinfiziert das Badteam die Kontaktgegenstände wie Türgriffe, Tische oder Handläufe. „Die Schwimmer haben die Intervalle akzeptiert“, so Johann Esdorn. Und weiter: „Sie sind froh, dass sie ihren Bewegungsdrang stillen können.“

Das Wiehe Bad suchen deutlich mehr Schwimmer auf als Familien oder Jugendliche. Die Gründe lassen sich im Hygieneplan finden. So sind alle Attraktionen gesperrt, angefangen vom Startblock, über die Rutsche bis hin zum Babyschwimmbecken und dem Soccercourt. Aber ein Sonnenbad auf der Liegewiese ist gestattet. „Trotz dieser Einschränkungen gab es keinen, der ernsthaft gemeckert hat“, sagt der Schwarmer. Solange alle Aktiven diszipliniert mitmachen, steht der Freibadsaison nichts im Wege. Dann hätten die Saisonkarteninhaber alles richtig gemacht. Bei einem Abbruch würden sie kein Geld erstattet bekommen. Des Weiteren helfen sie, dass es vor der Kasse keine „Rudelbildung“ gibt. Denn Karte vorzeigen und durchgehen funktioniert deutlich schneller als Einzelkarten kaufen und ist kontaktlos.

Öffnungszeiten stehen im Internet: Wiehe Bad.de oder Bruchhausen-Vilsen.de 

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag: 5.30-9.00 Uhr (Frühschwimmen)*,
13.00-15.30 Uhr, 16.00-18.30 Uhr und 19.00-21.00 Uhr
Samstag/Sonntag: 10.00-12.30 Uhr, 13.00-15.30 Uhr und 16.00-19.00 Uhr

Das Frühschwimmen ist nur für Inhaber von Zehner- und Saisonkarten möglich.

Infos:

  • Am Frühschwimmen können nur max. 75 Badegäste zeitgleich teilnehmen.

  • An den anderen Öffnungsintervallen wird nur max. 150 Badegästen pro Intervall Einlass gewährt.

  • Spätestens zu den einzelnen Intervallendzeiten muss das Bad verlassen werden.

  • Kinder vor Vollendung des 10. Lebensjahres können das Bad nur mit einem Erziehungsberechtigten benutzen.

  • Beim Betreten des Bades und im Bereich der Umkleidekabinen sind alle Badegäste über 6 Jahre verpflichtet einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

  • Es darf u. a. nicht benutzt werden: Sammelumkleiden, Duschräume, Spielgeräte, Wasserrutsche, Kleinkinderbecken, Soccer-Court und Beachvolleyballfeld.Quelle: Homepage Bruchhausen-Vilsen, Stand 6.6.2020


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