Die Zeit auf der Bühne

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Es geht um die vierte Dimension – die Zeit. Der Filmklassiker „Die Zeitmaschine“ war die Grundlage für ein gleichnamiges Musical, welches von der Oldenburger Stage Akademie ab Dezember aufgeführt wird. Die Bühnenbildhauptrolle, „Die Zeitmaschine“ stand bis vor kurzem im Keller von Sandra Hoffstaetter.

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Die Süstedterin singt im Musical mit und hat die Zeitmaschine von ihrem Vater bauen lassen. „Ich habe ihn gefragt, ob er uns eine solche Maschine bauen kann – und er hat ja gesagt. Er hat wohl nicht gewusst, was auf ihn zukommt“, sagt Sandra Hoffstaetter.

Bevor Bernd Hoffstaetter loslegen konnte, hatte seine Tochter ein Modell gebastelt. Anhand dieser Vorlage ging es in den Hobbykeller. „Rund ein Jahr lang hat er gesägt und geschraubt“, sagt Sandra Hoffstaetter. „Die Größe wurde so gewählt, dass die Maschine in ein Auto passt“, so Hoffstaetter weiter. Der Grund: Ihr Vater wohnt in Mannheim und sonst hätte der Transport nicht funktioniert. „Und ich muss sie auch von Süstedt nach Oldenburg bringen.“ Bevor der finale Transport anstand, griff die Sängerin noch zu Pinsel und Farbe. „Ich habe 20 Stunden fürs Bemalen und Bekleben gebraucht.“ Die fertigte Requisite strahlt, blinkt und dreht sich.

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Zeitmaschine kurz vor dem Local-Warp – also von Süstedt nach Oldenburg.

Sandra Hoffstaetter sing und spielt in „Die Zeitmaschine“ die Rolle der Selina Walker. „Das ist eine der großen weiblichen Rollen“, sagt sie. Das Musical spielt rund um die Silvesternacht. Rund 100 Akteure sind auf der Bühne und stellen Zeitsprünge im Zehn-Jahres-Rhythmus dar. Los geht´s in den 1930er-Jahren, über den Rock´n´Roll der 50er-Jahre bis in die 2000er-Jahre. Für jede Epoche gibt es ein Bühnenbild – einzige Gemeinsamkeit ist die Zeitmaschine.

Seit drei Jahren sing Sandra Hoffstaetter in Oldenburg. „Das ist mein Hobby, darin gehe ich voll auf“, sagt sie. Wöchentlich nimmt die Erzieherin Gesangsunterricht an der Stage Akademie. „Man muss sich aber auf die Bühne trauen und vor Leuten singen“, so Hoffstaetter über die ersten schweren Schritte. „Für mich wird gerade ein Kindheitstraum wahr. Ich wollte schon immer Musicaldarstellerin werden“, sagt sie. Dass ihr Traum nun real wird, hat sie ihrem Mann Kevin zu verdanken. Er schenkte seiner Frau Gesangsunterricht. Dadurch lernte sie den Chef der Stage Akademie, Markus Sobota kennen. Seitdem trainiert Sandra Hoffstaetter in Oldenburg und beschert dem Publikum schöne Abende. „Das ist das Ziel.“ Zu sehen war die Süstedterin kürzlich in Bassum, im Gasthaus Freye mit „Das Nonnen-Dinner“. Dazu ist sie auch als Solistin beispielsweise bei Hochzeiten und als Bandsängerin unterwegs.

Aktuell laufen die Proben für die Zeitmaschine. Premiere hat das Musical am 7. Dezember 2019 in Oldenburg. Weitere Vorstellungen in der Region sind am 21. Februar in Delmenhorst und 25. April in Verden (wegen Corona verlegt).

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Sandra Hoffstaetter am Regler der Zeitmaschine. Die leuchtenden Lampen zeigen an, dass alles OK ist.

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